Escrima Geschichte

Philippinische Stockfechtkunst

Der portugiesische Entdecker Ferdinand Magellan und seine Schwerbewaffneten Soldaten waren die ersten Europäer, die mit der philippinischen Stockfechtkunst Escrima in Berührung kamen. Später mussten auch die spanischen Eroberer bei ihrer Besetzung der Philippinen feststellen, dass Escrima eines der wirksamsten und praktischsten Waffensysteme überhaupt ist. Erst mit Hilfe von Schusswaffen konnten die Besatzer die Oberhand gewinnen. Im 18.Jahrhundert schließlich brachten sie die Inselgruppe der Philippinen fest in ihre Gewalt und verboten das Erlernen von Escrima bei strenger Strafe. Doch die Kampfkunst wurde im Geheimen ständig weiterentwickelt und von Generation zu Generation weitergegeben.

1898 endete die spanische Vorherrschaft und die Amerikaner hoben das Verbot auf. In den folgenden Jahren erlebte das Land weitere Kriege und nach dem Einmarsch der Japaner kämpften viele Filipinos neben den Amerikanern in Guerilla-Einheiten. Nach dem Krieg wanderten viele Filipinos in die Vereinigten Staaten aus und ließen sich vor allem in Hawaii und in Stockton (Kalifornien) nieder. Wieder entdeckt und berühmt wurde Escrima durch den verstorbenen Bruce Lee, der in seinen Filmen „Enter the Dragon“ und „Game of Death“ den Gebrauch der philippinischen Stöcke meisterlich demonstrierte.