Die vier KampfprinzipienWing Tsung® basiert im Wesentlichen auf vier einfachen Prinzipien, die, wenn sie im Kampf richtig angewendet werden, dem Gegner keine Chance lassen. Das erste Prinzip: Ist der Weg frei, stoße vor!
Das zweite Prinzip: Ist der Weg nicht frei, bleib kleben!
Im Wing Tsung® gibt man den Kontakt mit den Armen und Beinen des Gegners – einmal hergestellt – nicht mehr auf. Der Wing Tsung®-Kämpfer klebt förmlich am Gegner, kontrolliert ihn und lässt ihm dadurch keine Chance für weitere Angriffe. Durch das Chi Sao-Training (Gefühlstraining) lernt der Kämpfer, permanenten Druck auf den Gegner auszuüben, die kleinste Lücke zu fühlen und in diese vorzustoßen. Das dritte Prinzip: Ist der Gegner zu stark, gib nach!
Im Wing Tsung® arbeitet man nicht gegen die Kraft des Gegners, sondern nutzt diese Kraft und wendet sie gegen ihn. Dies geschieht nicht wie in anderen Kampfsportarten durch weiche, runde oder kreisförmige Bewegungen, sondern durch ruckartige (Jat Sao), schneidende (Huen Got Sao), ziehende (Lap Sao) oder elastische und federnde Bewegungen (Bong Sao), die dem Gegner die Kraft aus dem Angriff nehmen und ihn aus dem Gleichgewicht bringen. Der Gegner gerät aus der Balance, verliert die Zentrallinie und hat keine Chance mehr, zurück in den Kampf zu finden. Bei starken Angriffen wendet der Wing Tsung®-Kämpfer, und zwar mit dem ganzen Körper. Die Wendung erfolgt dabei maximal bis zu einem Winkel von 60 Grad. Das vierte Prinzip: Zieht sich der Gegner zurück, folge!
Im Wing Tsung® folgen wir dem Gegner, halten dabei aber immer den Vorwärtsdruck und Kontakt mit dessen Händen und Füßen aufrecht. Dadurch geben wir dem Gegner keine Chance, Kraft zu sammeln und einen zweiten Angriff zu starten. |
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